Sonntag, 10. Juli 2016

Survival für Referendare und (Jung)Lehrer (Buchrezension)

Heute gibt es mal eine Buchrezension von einem Buch, das ich sowohl zu Beginn meines Referendariats als auch zu meiner ersten Stelle geschenkt bekam.
Das Buch "Survival für Referendare" (Karin Brose) und "Survival für Lehrer" (Karin Brose, Wolfgang Pfaffe) vom Vandenhoeck & Ruprecht-Verlag.

Beim "Survival für Referendare" gibt es acht Überkapitel
  • Motive Lehrer zu werden
  • Übergang von Studium zu Referendariat
  • Der richtige Auftritt
  • Der Referendars-Alltag bewältigen?
  • Typen von Referendaren
  • Das Examen
  • Nach dem Referendariat
  • Alternativen zum Lehramt
Es wird zu vielen Situationen wie falsche Kleidung, das Seminar, die erste Stunde oder den zweiten Unterrichtsversuch aus der Ich-Perspektive eindrücklich erzählt, wie jemand anderes mit dieser Situation umging/man damit umgehen oder sich fühlen könnte. Es fällt leicht, sich mit dieser Figur zu identifizieren und es erleichtert, zu wissen, dass auch andere so etwas erlebt und überlebt haben oder dass es anderen so oder schon schlimmer erging. Ich habe das Buch damals zum Ende des Studiums gerne gelesen und fand viele Tipps darin sehr hilfreich und auch beruhigend. Gerade die letzten beiden Kapitel finde ich für Referendare sehr interessant, denn was, wenn es mit dem Examen nicht klappt, oder man es sich doch anders überlegt?  

Im "Survival für Lehrer" ist der Aufbau ähnlich. 
  • Der richtige Auftritt
  • Die Bewältigung des Lehreralltags
  • Lücken der Bildungspolitik
  • Herausforderungen im Alltag (Typen von Schülern)
  • Todsünden für Lehrer
  • Lehrertypen (Selbsttest)
Auch hier fand ich als Anfänger im Berufsalltag einige Kapitel hilfreich und vor allem erleichternd. Das Kapitel zum Lehreralltag bschäftigt sich mit schwierigen Eltern, Aufsichtspflicht und sonstigen möglichen und unangenehmen Situationen im Alltag. Leider sind manche Geschichten, wie jemand diese Situation gelöst hat, nicht auf den Alltag übertragbar, denn wir haben alle andere Ausgangspositionen und nicht immer die Möglichkeit, es dann so filmreif umzusetzen. Dennoch finde ich es interessant, zu lesen und zu wissen, dass andere Kollegen wahrscheinlich einen anderen oder viel schwereren Kampf kämpfen müssen.
Das Kapitel zu den verschiedenen Schülertypen fand ich auch ser interessant und aufschlussreich. Es hilft, die Schüler, die vor einem sitzen, anders zu sehen.

Beide Bücher sind zwar keine Ratgeber, die man immer exakt 1:1 auf den eigenen Alltag übertragen kann, aber viele Situationen und Gefühle werden ähnlich sein. Es ist einfach und gut geschrieben, leichte Kost. Und es erleichtert, ich fühlt mich ein bisschen besser vorbereitet. Daher würde ich es auch an diejenigen weiterempfehlen, die das Referendariat oder den ersten Job antreten bald antreten, und sich gerne emotional und mental etwas vorbereiten wollen.

Sonnige Grüße!
Ann

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