Sonntag, 5. März 2017

Lesedrehscheiben (Silben)

Manchmal kommen mir kurz vor dem Einschlafen die tollsten Ideen, das geht euch ja sicher auch manchmal so. Und diesmal hatte ich auf einmal das Bild dieser Lesedrehscheiben im Kopf, die sich dann immer weiterentwickelt hat. Vielleicht habe ich etwas Ähnliches auch mal vor einiger Zeit irgendwo gesehen, aber ich wüsste gerade nicht wo. Obwohl ich erst wieder im Herbst höchstwahrscheinlich eine erste Klasse übernehme, wollte ich meine Idee trotzdem gleich ausprobieren.

Die laminierten Scheiben bestehen aus einer bunten Deckscheibe, einer Unterscheibe mit Buchstabenkombinationen darauf (oder von jedem zwei, wenn Doppeldeckerscheiben gemacht werden) und einer Musterbeutelklammer. 

Die Scheiben sollen das verbindende Lesen von Silben anbahnen, ohne dass dasWort gleich beim ersten Hinsehen erraten und nicht mehr genau hingeschaut wird. Parallel nutzen wir dazu das IntraAct-Programm mit dem "Lesefenster", das in Tabellen auch das verbundene Erlesen verschiedener Vokal-Konsonanten-Kombis  übt. Allerdings war hier schnell deutlich, dass die Tabellen einfach auswendig gelernt und nicht mehr gelesen werden. Daher hoffe ich, dass die vielen Kombis mit den Rädern mehr Varietät bieten und nicht gleich erraten werden können. Zudem kommt noch der Spaßfaktor beim Drehen und Schieben und eigenen Erschaffen von Wörtern dazu.
Es gibt wahnsinnig viele Kombinationen mit Klein- und Großbuchstaben, Vokalen und Konsonanten, wie man die Scheiben zusammenstecken kann. Meine bisherigen Varianten seht ihr hier:
 Bei den Konsonantenkombinationen (4er Scheiben) habe ich mich in der Reihenfolge an der Buchstabenreihenfolge vom Buchstabenlehrgang "Einsterns Schwester" von Cornelsen orientiert, weil wir mit diesem Lehrgang arbeiten.

Und hier gibt's das Material:

Ich empfehle, alle Scheiben auf festeres Papier (also mind. 100g) zu kopieren, sowohl die bunten, als auch die weißen Blätter. Dann biegen sie auch nach dem Laminieren nicht so leicht durch und sind besser drehbar. Die Farben für die Deckscheiben kann man sich ja völlig frei zusammenstellen, wer da nach einer bestimmten Farbkombi/Farbcode arbeitet, kann sich austoben.

Bisher habe ich nur Silben entworfen, die Drehscheiben für ganze Wörter sind ein neues Projekt, für welches ich mehr Zeit brauchen werde. Wenn ihr noch weitere Kombiideen habt, die ich umsetzen kann, kommentiert sie bitte unten, ich sehe, was ich tun kann. :)

Falls ihr die Blankounterscheiben haben wollt, um eure eigenen Kreationen zu entwerfen, dann ladet sie bitte bei Teachers Pay Teachers herunter (Quellenangabe im Material), denn die Unterleggitter sind nicht von mir, daher kann ich auch das Blanko nicht einfach so zur Verfügung stellen.

Sonnige Grüße!
Ann 

*Änderung 8.3.2017

Kommentare:

  1. Das ist eine nette Idee! Stelle ich mir sehr motivierend vor. Vielen Dank!
    Andrea

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  2. Tolles Übungsmaterial! Herzlichen Dank für's Teilen!
    Liebe Grüße Sabine

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  3. Und schon wieder ein Beispiel dafür, dass Ideen ohne fachdidaktisches Wissen auf dem kürzesten Wege zu Murks führen!

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    1. Und schon wieder ein Beispiel dafür, dass Kritik ohne konstruktiven Inhalt auf dem kürzesten Wege zu keinerlei Erhellung führt....
      Ich kann mir zwar durchaus denken, was du meinst, aber wenn du hier schon anonym so einen Kommentar hinterlässt, solltest du dir doch wenigstens die Mühe machen, dein eigenes anscheinend überlegenes didaktisches Fachwissen weiterzugeben.
      Gruß Icke

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    2. Lieber Kommentator,
      diese Materialien habe ich erstellt mit viel Mühe und einer Idee dahinter. Wenn Du dieses Material für "Murks" hälst, zwingt dich keiner, es zu nutzen. Deine Meinung kannst du natürlich kundtun, aber dann stimme ich Icke zu, dass doch dann auch bitte zu begründen, damit auch ich etwas von denen noch lernen kann, die mehr wissen.
      Sonnige Grüße!

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  4. Undankbar nenn ich das! Gruß Sylvia

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  5. Mühe hin oder her... Leider muss ich dem anonymen Schreiber Recht geben. Wieso hinterfragt man nicht, was man produzieren mag oder produziert hat. Stattdessen wird es in die Welt hinaus gepustet? Seine Produkte kritisch zu hinterfragen wäre durchaus angemessen für Lehrerinnen und Lehrer. Es wundert mich, dass Selbstkritik immer wieder so kurz kommt. LG aus dem Nachbarland

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    1. Liebe Helga,
      ich mache mir zu all meinen Materialien Gedanken und nehme auch gerne Kritik an, damit habe ich kein Problem, im Gegenteil. Wenn ich einen (didaktischen oder wie auch immer) Fehler gemacht habe, freue ich mich, wenn mich jemand darauf hinweist und bin dankbar dafür, denn ich lerne gerne dazu. Aber leider war die Kritik ja gar nicht konstruktiv, es wurde mir nicht gesagt, was daran Murks ist. Wenn mich also jemand aufklären würde, wäre ich sehr dankbar, wünsche mir aber dennoch einen freundlichen Umgangston dabei.
      Denn Material "in die Welt hinaus gepuste" finde ich ehrlich gesagt ein bisschen frech formuliert...ich stelle mein Material, mit dem ich gut arbeiten kann, kostenlos hier zur Verfügung, damit auch andere davon profitieren können, aber zwinge niemanden es zu nutzen! Wenn jemand das Material für nicht sinnvoll erachtet, so kann er es auch getrost übersehen oder mir Verbesserungsvorschläge sagen, mit denen ich auch konstruktiv etwas anfangen kann.
      Sonnige Grüße

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  6. So ein Umgangston macht mich wütend. Ich verlange von meinen Schülern und auch meinen Kollegen ... einen freundlichen Umgangston. Wenn ich etwas geschenkt bekomme, hat man mir beigebracht, dass ich mich dafür zu bedanken habe. Das habe ich bis zum heutigen Tage auch so beibehalten, auch wenn ein Geschenk nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat. Natürlich kann man anderer Meinung sein, aber diese sollte man begründen.
    Liebe Grüße
    Gabi

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  7. Wie doof...
    so, da weder der anonyme Kritiker Nr.1 noch Helga es für nötig halten, hier sachlich zu beiben, ich dir aber deine Aussage, dass du an konstruktiver Kritik interessiert bist, durchaus abnehme, versuche ich mich jetzt mal selbst daran. Zunächstmal finde ich die Grundidee mit der Scheibe gut. Ich kenne Silbenschieber bisher nur in der Variante, das mehrere Streifen durch einen weiteren Streifen geschoben werden, was ich immer ein wenig friemelig in der Benutzung fand und blöd zu verstauen.
    Kritisch finde ich aber in der Tat die gewählten Buchstaben:
    -die Kombinationen mit ao, eo und ae ergeben keine Silben (sondern jeweils zwei Silben)befinden sich aber mit den Zwielauten auf einer Scheibe, was verwirrend ist, da mit diesn eine Silbe gebildet wird (ganz heikel wird es, wenn dann noch ein weiterer Vokal folgt, z.B.Zeoek?) Wenn wirklich mehrsilbige "Wörter" gebildet werden sollen, dann am besten mit Silbenmarkierung
    - ai: müsste als ei gesprochen weren, was ich 1.Klässlern wirklich nur als Ausnahme im Wortzusammenhang (Hai, Mai) nahebringen würde
    - die Aussprache von C und Ch als Anlaut ergibt sich nur aus dem Wortzusammenhang
    - bei der Kombination von Vokal mit anschließnedem Konsonant ist zu erwarten, dass die Kinder den Vokal dann lang sprechen, obwohl er innerhalb einer geschlossenen Silbe kurz gesprochen werden müsste ( da würde ich höchstens einsiblige Wörter wie um, im, am sinnvoll finden)

    Wenn du die Scheiben noch verbesseren möchtest, würde ich dir empfehlen dich an Lehrwerken zu orientieren, die mit der Silbe arbeiten, z.b. am ABC der Tiere (die haben übrigends die besagten Silbenschieber im Material)

    In der Hoffnung, dass das hilfreich war
    LG Icke

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  8. Liebe Icke, herzlichen Dank dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, um mir auf sachliche und kollegiale Weise die Problematik aufzuzeigen. Ich habe diese Fehler tatsächlich übersehen und werde sie berichtigen!
    Ao,eo und ae und ai habe ich herausgenommen und durch au-ei-eu ersetzt, genauso das C/Ch als Anfangslaut. Die Varianten ab 9 fallen damit weg oder sind damit anders, das Bild habe ich ebenfalls herausgenommen.
    Wenn die Scheibe mit einem Vokal (Scheibe 1) und einem Konsonanten (Scheibe 2, 1-3)unterlege, dann ergeben sich einsilbige (Quatsch)Wörter, oder habe ich da auch einen Denkfehler drin? Die beiden letzten großen Unterlegscheiben kann man dann ja einfach weglassen, wenn man die nicht benutzen möchte :)
    Ich hoffe, die Verbesserung macht so Sinn und hat die Fehler ausgemerzt?
    Danke für deine Zeit und Rückmeldung!
    Sonnige Grüße!

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  9. Liebe Ann,
    es freut mich, wenn ich dir helfen konnte. Ich verstehe es jetzt so, dass die Unterlegescheiben mit den Konsonanten auch wegfallen,also: Konsonanten auf der Deckscheibe und Vokale auf der Unterscheibe, so dass sich nur einfache offenen Silben bilden, richtig? Ich denke, daran ist wirklich nichts mehr auszusetzen. Falls du noch weitere Scheiben planst vielleicht noch der Hinweis, das auch das V hierfür unggeignet ist, da es ebenfalls je nach Wort unterschiedlich gesprochen wird. Wenn du wirklich Quatschwörter bilden möchtest, kannst du einfach verschiedene Silben kombinieren lassen.
    LG Icke

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